AD 01/08: Firmenportrait psb (Pirmasens)

psb baut Lösungen für die Intralogistik:
Nur die Physik limitiert die Möglichkeiten
 

So fließend die Buchstaben der Firma psb im Logo ineinander übergehen, so reibungslos muss in aller Regel auch die Intralogistik beim Kunden funktionieren. Denn wenn die Warenflüsse stocken, dann geht das ganz schnell ins Geld. Das Pirmasenser Unternehmen psb intralogistics GmbH hat sich auf umfassende Lösungen in diesem Bereich spezialisiert. Bei psb sind alle Fertigungsschritte an einem einzigen Standort konzentriert – von der Planung bis zur Realisierung und darüber hinaus – alles aus ei(ge)ner Hand. Nicht ohne Grund zählt psb heute zu den führenden europäischen Unternehmen seiner Branche.  

Das Produktportfolio von psb funktioniert, so psb-Geschäftsführer Werner Klein, nach dem Lego-Prinzip: „Einzelne Bausteine lassen sich beliebig zusammensetzen und kombinieren. So gibt es für fast jedes Problem eine Lösung. Nur die Physik limitiert hier die Möglichkeiten.“ Daher greifen verschiedene Branchen auf die Intralogistik-Lösungen aus Pirmasens zurück: „Wir arbeiten beispielsweise für Automobilzulieferer, Unternehmen aus dem Bereich Health-Care, Modefirmen oder Fahrradhersteller.“  

Jedes Mal heißt es, ein neues Produkt zu entwickeln: „Die Projekte leben – bei psb gibt es nichts von der Stange, sondern nur individuelle Maßlösungen“, erklärt Klein. So entwickelten seine Mitarbeiter für den Logistischen Dienstleister Rotra eine neuartige Lagermöglichkeit für Fahrräder. Wurden diese bis dahin gestapelt auf Paletten gelagert, hängen sie nun einzeln mit dem Vorderrad an einem Haken. Der Vorteil: Die Fahrräder sind gezielter und schneller verfügbar und die Gefahr der Beschädigung ist rapide gesunken.  

Als Herausforderung betrachten die psb Ingenieure oft auch die möglichst zeitlose Planung einer solchen Anlage: „Wir dürfen nicht nur die aktuelle Auftrags- und Produktstruktur eines Unternehmens zugrunde legen, wenn wir eine Anlage planen. Sonst muss das Unternehmen stets auch die Vereinbarkeit einer Produktänderung mit den Möglichkeiten seiner Intralogistik-Anlage abgleichen“, erklärt Geschäftsführer Werner Klein. Wenn beispielsweise das Umstellen der Produktstruktur eines Unternehmens wirtschaftlichen Zwängen folgt, dies aber zur Folge hat, dass mit der bestehenden Intralogistik-Anlage die neuen Produkte nicht mehr transportiert werden können, weil sie zu klein oder zu groß für die Anlage sind, bedeutet das schnell das Aus für ein Unternehmen. Denn meist fehlen dann Zeit und Geld für entsprechende Umbaumaßnahmen.  

Diese Flexibilität und Innovationskraft schätzen namhafte Unternehmen an den Ingenieuren aus Pirmasens. Miele mit seinen Waschmaschinen, Swarovski mit dem bekannten Kristallen, das Ersatzteillager von BMW oder der Rasierklingen-Hersteller Gillette setzen auf die Intralogistik-Lösungen von psb. Denn psb weiß, dass der Transport eines Produktes von A nach B nicht die einzige Herausforderung ist: „Manche Produkte werden häufig umgeschlagen, andere wieder eher selten. Darüber hinaus ist auch die Frage der Retouren zu klären“, so Klein. Denn gerade bei Versandhäusern beispielsweise, wird erfahrungsgemäß gerne mal ein Artikel in mehreren Größen bestellt – nach der Anprobe in der heimischen Umkleidekabine gehen dann zwei Artikel wieder auf den Rückweg und müssen dann vom Intralogistiksystem des Herstellers oder Händlers wieder aufgenommen werden.  

Werner Klein setzt für die Zukunft auf intelligente Steuerungssysteme: „Die Anlage soll sich in absehbarer Zeit selbst steuern können.“ Im Moment müssen alle Transportvorgänge einzeln vorgegeben, also programmiert, werden. Das Ziel lautet jedoch, dass das System nur noch vorgegeben bekommt, wo ein Produkt ankommen soll – und dann automatisch den besten Weg hierfür heraussucht. In etwa so, wie man es vom Navigationssystem im Auto bereits kennt.  

Damit diese Vision Realität wird, beschäftigt psb eine Vielzahl von Ingenieuren auch in der Entwicklung: „Wir haben uns von einer Schlosserei zu einem innovativen Industrieunternehmen entwickelt“, berichtet Klein. Bei psb in Pirmasens arbeiten 380 Mitarbeiter, davon 130 Ingenieure und Techniker. Mit 30 Auszubildenden setzt psb ein klares Bekenntnis gegen den Fachkräftemangel, der für das Unternehmen schon seit vielen Jahren ein Thema ist.  

Die Exportquote des Unternehmens liegt bei über 65 Prozent, wovon der Löwenanteil der Systeme ins EU-Ausland geliefert wird. Allerdings hat Werner Klein erst vor wenigen Wochen einen Auftrag aus Russland angenommen. Global Player gibt es in der Intralogistik jedoch kaum, denn die Herausforderung besteht in dieser Branche nicht nur in Planung und Bau, sondern auch im Service. Fällt eine Intralogistik-Anlage aus, so darf keine Zeit vergehen, denn der Stillstand kostet dem Kunden viel Geld. Je länger er dauert, desto mehr. Darum ist die schnelle Erreichbarkeit mit Kundenservice und Ersatzteilen extrem wichtig. Doch ein solches Netz auch auf anderen Kontinenten aufzubauen ist aufwändig, „daher ist die Intralogistik eher kontinentalgebunden geblieben“, so der psb Geschäftsführer.

 

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psb-Geschäftsführer Werner Klein (Foto: psb)

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Hochregallager mit Regalbediengerät (Foto: psb)

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Selbständig und wie von Geisterhand bewegen sich die Logistiksysteme von psb. (Foto: psb)

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Ein Elektrotransportsystem mit 65 Fahrzeugen übernimmt den Transport zwischen Warenein- und -ausgang sowie dem automatischen Hochregallager. (Foto: psb)

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©Pfalzmetall, 2008