Elektroniker/in für Automatisierungstechnik

Die Grundlagen der Metallbearbeitung und die Instandhaltung von Elektromotoren gehören zur Ausbildung - Elektroniker für Automatisierungstechnik Alexander Husssong. Bild: PfalzMetall
Die Grundlagen der Metallbearbeitung und die Instandhaltung von Elektromotoren gehören zur Ausbildung - Elektroniker für Automatisierungstechnik Alexander Husssong. Bild: PfalzMetall

Der Berufsweg von Alexander Hussong war alles andere als gerade. Aber er hat nicht aufgegeben und sich durchgebissen. Heute arbeitet er als Elektroniker für Automatisierungstechnik bei psb intralogistics in Pirmasens. Es war zuvor ausgerechnet die Hürde "Technik-Abi", an der er gescheitert war. Nach einem guten Realschulabschluss wollte er eine weitere Qualifikation erwerben und scheiterte rückblickend letztlich an sich selbst. Die Phase danach bezeichnet er selbst als "vernichtend" - viele Bewerbungen und fast ebenso viele Absagen.

Aber Hussong hatte Glück, dass psb Ausbildungsleiter Jürgen Rett nicht viel auf Noten gibt: "Was zählt, sind die Ergebnisse bei unserem Einstellungstest." Da konnte der heute 25-jährige überzeugen und hatte den Job. Alexander Hussong war immer schon elektronisch interessiert. Informatik war sein Lieblingsfach in der Schule, das Programmieren in Turbo-Pascal hat ihm immer viel Spaß gemacht. Und auch in der Familie hatte er mit seinem Vater, der als Automatisierer arbeitet, stets ein berufliches Vorbild vor Augen gehabt. Das konnten auch die negativen Erfahrungen aus dem Gymnasium nicht schmälern - die Begeisterung hielt bis heute an und gipfelte in seiner, um ein halbes Jahr vorgezogenen, ausgezeichneten Abschlussprüfung.

In der Ausbildung lernte der angehende Elektroniker für Automatisierungstechnik zunächst einmal die Grundlagen der Metallbearbeitung und Instandhaltung von Elektromotoren. Erst danach ging es in die Automatisierung. Der sogenannte "SPS-Kurs", also ein Lehrgang, bei dem die Grundlagen der Speicherprogrammierbaren Steuerung vermittelt werden, gehört bei psb für dieses Berufsbild standardmäßig dazu.

Die SPS-Programmierung bezeichnen die Elektroniker gerne als "Herzstück" der Intralogistik-Anlagen. Denn nur mithilfe der Programmierung gelangt die Ware auf dem idealen Weg von A nach B. Wenn beispielsweise der Auftrag lautet: "Hole die Ware aus dem Hochregallager; bringe sie zum Kommissionierplatz X; bringe sie zur Versandfertigung." sind zur Erfüllung dieser Aufgabe eine Vielzahl kleiner Programmierschritte erforderlich. "Eine Lichtschranke überwacht zum Beispiel eine bestimmte Stelle im intralogistischen System. Wenn sie meldet, dass die Ware über das Förderband an dieser Stelle angekommen ist, fragt sie den Rechner, was nun zu tun sei. Der Rechner ermittelt, um welche Ware es sich handelt und gibt schließlich die weiteren Anweisungen, etwa: Einschalten des Motors des Förderbandes bis die Lichtschranke meldet, dass der Platz wieder frei ist", schildert Hussong ein konkretes Beispiel.

Diese Programmierarbeit findet in aller Regel bereits parallel zur Planung und dem Bau der Anlage statt. An einer Anlage programmieren, je nach Größe, zwischen zwei und zehn Mitarbeiter. Dabei sind die verschiedensten Programme zu erstellen - von der Steuerung der Rollenfördertechnik oder des Regalbediengerätes bis hin zur Verknüpfung mit dem Warenwirtschaftssystem des Kunden. Aufgabe der Elektroniker für Automatisierungstechnik sind neben der Planung und Programmierung auch die Einrichtung und Inbetriebnahme der Anlagen beim Kunden. Ganz erfahrene Programmierer werden im Kundendienst eingesetzt: "Da ist es wichtig, sich schnell in die verschiedenen individuellen Anforderungen beim Kunden hinein versetzten zu können. Da ist Erfahrung ungemein wichtig", weiß Alexander Hussong.

Das Berufsbild:

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