Kontruktionsmechaniker/in

Ich habe quasi mein Hobby zum Beruf gemacht - Konstruktionsmechaniker Marc Dulisch. Bild: PfalzMetall
Ich habe quasi mein Hobby zum Beruf gemacht - Konstruktionsmechaniker Marc Dulisch. Bild: PfalzMetall

Es gibt nicht Viele, die von sich behaupten können, sie hätten einen Mähdrescher zusammengebaut. Marc Dulisch (23) kann zumindest sagen, dass er ganz wesentlich daran mitgearbeitet hat. Denn genau das ist sein Job als Konstruktionsmechaniker im Zweibrücker Werk von John Deere.

"Das Berufsbild des Konstruktionsmechanikers ist ideal für unsere Ansprüche", sagt Gunter Maier, Leiter der Aus- und Weiterbildung im Zweibrücker John Deere-Werk. Im Prinzip handele es sich dabei um das Tätigkeitsprofil des Schweißers, erweitert um zusätzliche Kompetenzen. Für Marc Dulisch genau das Richtige: "Schweißen war schon immer mein Ding. Ich habe quasi mein Hobby zum Beruf gemacht."

Was technische Berufe angeht ist der 23-Jährige familiär "vorbelastet": Vater, Großvater und Urgroßvater waren bereits in technischen Berufen tätig - Großvater und Urgroßvater sogar ebenfalls bei John Deere in Zweibrücken. Dulisch hat sich vor Aufnahme seiner Ausbildung ausführlich über die verschiedenen Berufsbilder informiert. "Das ist leider nicht selbstverständlich", berichtet Maier aus seiner Erfahrung. Dabei sei die Berufs-Entscheidung doch mit eine der wichtigsten im ganzen Leben - "da muss man doch wissen, worauf man sich einlässt." Beide empfehlen auch ein Praktikum im Vorfeld: "Man muss es einfach mal ausprobieren.

Als Konstruktionsmechaniker ist man auch körperlich stärker gefragt - das muss man wissen und wollen", sagt Marc Dulisch. Er wusste das, als er 2003 seine Ausbildung begonnen hatte. 2007 war er fertig. Seither arbeitet er - mittlerweile unbefristet - im sogenannten "Body-Bau" der John Deere-Mähdrescher in Zweibrücken. Im ersten Jahr nach der Lehre war er für das Anschweißen der Vorderachse der Mähdrescher zuständig. Dann kamen immer neue Aufgaben hinzu und seither ist er als Springer eingesetzt. "Das ist bei uns der Ritterschlag", erklärt Gunter Maier. Schließlich stelle der Mitarbeiter dadurch seine Flexibilität unter Beweis. Und so arbeitet Dulisch mal am Band und mal in der Vormontage einzelner Baugruppen, wie den Seitenteilen, dem Korntank oder dem Schneidwerksrahmen.

Nebenher hat der junge Mann sich zudem konsequent weitergebildet. Direkt nach seiner Ausbildung ging er zunächst für ein neun Monate zur Abendschule in die Schweißtechnische Lehr- und Versuchsanstalt (SLV) nach Saarbrücken, um im Rahmen eines Theorie-Lehrgangs den "Schweißfachmann" zu machen. Diese Qualifikation ist die Voraussetzung dafür, auch tragende Bauteile schweißen zu dürfen. Es folgte, ebenfalls an der SLV, ein ganztägiger vierwöchiger Lehrgang "Schweißwerksmeister, Fachrichtung Schutzgas" und aktuell befindet er sich im letzten Drittel seines zweieinhalbjährigen Abendlehrgangs zum Industriemeister.

"Wenn junge Menschen bereit sind, in diesem Maße ihre Freizeit zu investieren, um ihre beruflichen Qualifikationen weiter zu verbessern, dann unterstützen wir als Arbeitgeber dies gerne", erklärt Maier. Darum übernimmt John Deere auch einen Teil der Kosten des Meisterlehrgangs. Wenn Marc Dulisch dann Anfang des kommenden Jahres seinen Meister in der Tasche haben sollte, dann stehen ihm auch die Türen zur Fachhochschule offen. Doch soweit mag er im Moment noch gar nicht denken.

Das Berufsbild: