Preis der Stiftung PfalzMetall 2011

Foto: Marcel Speker
Patrick Hauck und Daniel Sappok

Patrick Hauck (27) und Daniel Sappok (26) haben 2011 den Preis der Stiftung PfalzMetall gewonnen. Sie wurden für ihre überdurchschnittlichen Studienleistungen in Verbindung mit besonderer sozialer Kompetenz geehrt. Die Stiftung vergibt jährlich den Preis an Absolventen der Technischen Universität Kaiserslautern in den Fachrichtungen "Maschinenbau und Verfahrenstechnik" sowie "Elektro- und Informationstechnik". Der Preis ist je Fachrichtung mit 2.500 Euro dotiert.

Patrick Hauck aus Neuhofen hat Elektrotechnik mit der Vertiefungsrichtung Mechatronik studiert. Aktuell promoviert er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Mechatronik und elektrische Antriebstechnik der TU Kaiserslautern. Seine Diplomarbeit hatte den Titel: "Konzeptionierung, Realisierung und experimentelle Erprobung einer feldorientierten Regelung zum Betrieb einer Synchronmaschine an einem frei programmierbaren Frequenzumrichter". 

Motoren mit Dauermagneten, wie beispielsweise Rotoren in Windkraftanlagen oder Servomotoren, können nur mit einem Frequenzumrichter betrieben werden. Handelsübliche Frequenzumrichter werden jedoch nur als "Black-Box" verkauft. Ihre Funktionsweise bleibt im Dunkeln und es ist auch nur eine sehr begrenzte Anzahl von Einstellungen möglich. Das ist für experimentierwillige Studierende natürlich nur von begrenztem Erkenntniswert. Zudem ermöglicht ein völlig frei konfigurierbarer Frequenzumrichter auch die Möglichkeit, diesen schnell an den Betrieb verschiedener Motoren anzupassen. 

Daniel Sappok aus Rodalben hat Maschinenbau und Verfahrenstechnik mit den Vertiefungsrichtungen Konstruktions- und Energietechnik studiert. Er promoviert als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Maschinenelemente und Getriebetechnik. Im Rahmen seiner Diplomarbeit hat er einen Prüfstand zur Untersuchung von Seilzügen entwickelt. Der Seilzug ist aus der Anwendung im Fahrrad als Schalt- und Bremszug bekannt. Auch in modernen Kraftfahrzeugen finden komplexe Seilzüge Verwendung. Anstatt eines Gestänges verbinden diese den Schalthebel mit dem Getriebe oder werden zur Betätigung der Feststellbremse eingesetzt. 

Neben dem Prüfstand hat er ein Simulationsmodell aufgebaut um zu überprüfen, ob das Seilzugverhalten simulativ abgebildet werden kann. Dabei handelt es sich um eine Finite-Elemente-Simulation, einer numerischen Methode zur Berechnung von Verformungen und Spannungen bei Festkörpern. Durch den Abgleich der Prüfstandsergebnisse mit den Simulationsergebnissen kann ein Berechnungsmodell entwickelt werden, welches in der Zukunft die Einsparung von teuren Prototypen und Prüfstandsversuchen bei der Entwicklung von Seilzugsystemen ermöglicht.