18.01.2018

„Gewerkschaft lässt keine Bewegung erkennen“

PfalzMetall-Präsident Johannes Heger

PfalzMetall-Präsident Johannes Heger

Auch die dritte Runde der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland blieb ergebnislos. „Weder beim Entgelt noch bei den Zuschlägen für Teilzeitbeschäftigte war auf Seiten der Gewerkschaft Bewegung zu erkennen“, sagte Johannes Heger im Anschluss an die Verhandlungen in Saarbrücken. Der Verhandlungsführer für die Pfalz und Präsident von PfalzMetall bezeichnete dieses Verhalten als „unverständlich“, da die Arbeitgeber schon in der zweiten Verhandlungsrunde ein Angebot über zwei Prozent ab dem 1. April 2018 und eine Einmalzahlung von 200 Euro für die Monate Januar bis März 2018 angeboten haben.

„Diese Tarifrunde krankt daran, dass die Gewerkschaftsforderungen viel zu sperrig, theoretisierend und überfrachtet sind“, so Heger. Das zeige sich am deutlichsten an der rechtswidrigen Forderung der IG Metall, dass Beschäftigte, die ihre Arbeitszeit reduzieren wollen, hierfür unter bestimmten Umständen einen Entgeltausgleich erhalten sollen. „Die Gewerkschaft weiß, dass wir über rechtswidrige Forderungen nicht verhandeln können. Die IG Metall sollte endlich vom Kampfmodus umschwenken auf einen lösungsorientierten Weg, sonst wird eine Einigung schwierig“, resümierte Johannes Heger