22.04.2013

M+E Mitte legt Angebot von 2,3 Prozent vor - "Faires und ausgewogenes Angebot"

Saarbrücken, 22.04.2013. Bei der heutigen zweiten Tarifverhandlung für die 400.000 Arbeitnehmer in der Metall- und Elektroindustrie (M+E) im Saarland, in Rheinland-Pfalz und Hessen haben die Arbeitgeber der IG Metall das Angebot von 2,3 Prozent bei einer Laufzeit von 13 Monaten unterbreitet.

M+E-Mitte-Verhandlungsführer Dr. Eduard Kulenkamp im Interview mit einer Journalistin. Foto: IW Medien

M+E-Mitte-Verhandlungsführer Dr. Eduard Kulenkamp im Interview mit einer Journalistin. Foto: IW Medien

"Das Angebot ist fair und maßvoll: Für die Arbeitnehmer, die mit deutlich mehr als 40.000 Euro durchschnittlichem Jahresverdienst Spitzenverdiener sind, bedeutet es eine spürbare Reallohnsteigerung, andererseits gefährdet es keine Arbeitsplätze", sagte Dr. Eduard Kulenkamp. Der Verhandlungsführer der Tarifgemeinschaft M+E Mitte verwies auf die aktuelle Lage in der Metall- und Elektroindustrie, die von einer Seitwärtsbewegung gekennzeichnet sei. "Seit Jahresbeginn stagniert unsere Industrie. Ungefähr ein Drittel unserer Unternehmen kämpft mit Auftragsrückgängen. Hinzu kommen große Unsicherheiten wie die Staatsschuldenkrise in Europa und die nachlassende Dynamik in vielen Schwellenländern", so Kulenkamp.

Der Verhandlungsführer kritisierte, dass die Gewerkschaft das Angebot abgelehnt hat. "Das Paket orientiert sich bei der Laufzeit an der IG-Metall-Forderung, bei der Entgelterhöhung sind wir der Gewerkschaft weit entgegengekommen. Aus unserer Sicht steht einer raschen Einigung nichts mehr im Weg", sagte Kulenkamp. Jetzt sei es an der IG Metall, einen Schritt auf die Arbeitgeber zuzugehen.

Das Angebot im Einzelnen:

· Entgelterhöhung: 2,3 Prozent ab 1. Juli 2013
· Laufzeit: 1. Mai 2013 bis 31. Mai 2014 (13 Monate)
· Nullmonate: Mai und Juni 2013

Die "Verhandlungsgemeinschaft M+E MITTE" M+E Mitte spricht und handelt für die Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektro-Industrie Hessens (HESSENMETALL), der Pfalz (PFALZMETALL), Rheinland- Rheinhessens (vem.die arbeitgeber) und des Saarlandes (ME Saar). In diesen drei Bundesländern umfasst die M+E-Industrie rd. 1.500 Unternehmen mit 400.000 Beschäftigten. M+E MITTE verhandelt mit dem tarifpolitischen Verhandlungspartner aller vier Verbände: der IG Metall Bezirksleitung Frankfurt. Die vier Arbeitgeberverbände treten seit 1995 als Verhandlungsgemeinschaft für die Tarifverhandlungen auf und bauten diese 2001 zur "Arbeitsgemeinschaft M+E MITTE" aus.