27.02.2013

M+E Mitte weist die Forderung der IG Metall zurück: „Arbeit nicht übermäßig verteuern“

Die Forderung der IG Metall Bezirksleitung Mitte, das Entgelt für die Arbeitnehmer der M+E Industrie um 5,5 Prozent zu erhöhen, weist die Verhandlungsgemeinschaft M+E Mitte als überzogen und unpassend zurück. "Im vergangenen Jahr ist die gesamte Branche auf der Stelle getreten. Grund hierfür ist vor allem die zurückhaltende Nachfrage aus dem Ausland. Auch zu Jahresbeginn sind die Zeichen uneinheitlich", sagt M+E-Mitte-Verhandlungsführer Dr. Eduard Kulenkamp.

M+E-Mitte Verhandlungsführer Dr. Eduard Kulenkamp bei der letztjährigen Tarifrunde. (Foto: Archiv)

M+E-Mitte Verhandlungsführer Dr. Eduard Kulenkamp bei der letztjährigen Tarifrunde. (Foto: Archiv)

Einigen Branchen gehe es etwas besser, anderen dafür deutlich schlechter. Insgesamt mache die Metall- und Elektroindustrie derzeit eine Seitwärtsbewegung. "Wenn die Wirtschaft nun im laufenden Jahr, wie von allen Instituten vorausgesagt, deutlich unter einem Prozent wächst, dann kann man nicht 5,5 Prozent verteilen. Das ist völlig unpassend", so Kulenkamp. Der wichtigste Beitrag für Konsum und Wachstum seien stabile Beschäftigungsverhältnisse. Eine übermäßige Verteuerung des Faktors Arbeit schädige aber gerade die Nachfrage der privaten Haushalte, da sie weiteren Beschäftigungsaufbau verhindere und sogar Arbeitsplätze gefährde.