29.01.2018

„Ernsthaftes Lösungsinteresse der IG Metall war nicht erkennbar“

PfalzMetall-Präsident Johannes Heger

PfalzMetall-Präsident Johannes Heger

PfalzMetall kritisiert den Abbruch der Tarifverhandlungen durch die IG Metall. Die Gewerkschaft hat in der Nacht von Freitag, den 26. Januar, auf Samstag, den 27. Januar, die Gespräche beendet, obwohl die Arbeitgeber ein deutlich verbessertes Angebot unterbreitet hatten.

„Es drängt sich der Eindruck auf, dass die Gewerkschaft in jedem Fall die 24-Stundenstreiks austesten will. Ein ernsthaftes Interesse an einer Lösung war in Stuttgart nicht erkennbar“, kritisiert Johannes Heger. Der Verhandlungsführer und Präsident von PfalzMetall fordert die IG Metall auf, rasch an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

„Bei der Arbeitszeit brauchen wir Flexibilität in beide Richtungen. Was durch Arbeitszeitverkürzung verloren geht, muss an anderer Stelle durch längeres Arbeiten ausgeglichen werden“, sagt Heger. Er verstehe nicht, weshalb die Gewerkschaft nicht über diese Brücke gehen wolle, die den Bedürfnissen sowohl der Arbeitnehmer als auch ihrer Arbeitgeber gerecht werde.

Beim Entgelt gelte es, den Bogen nicht zu überspannen. „Ein Abschluss muss für alle passen und darf sich nicht an den Highperformern der Branche orientieren“, mahnt der PfalzMetall-Präsident.

Mit Blick auf die anstehenden 24-Stunden-Streiks warnt Heger vor gravierenden Folgen: „Unsere komplexen Wertschöpfungsketten sind empfindlich. Zudem haben unsere Kunden kein Verständnis für Lieferausfälle. Die IG Metall erweist mit ihren unverhältnismäßigen Streiks unserer Branche so einen Bärendienst. Die Quittung dafür wird aber nicht die IG-Metall erhalten, sondern die Unternehmen und ihre Beschäftigten.“