16.09.2016

PfalzMetall-Präsident Heger zu den Rentenplänen der IG Metall: „Gewerkschaft verunsichert die Menschen“

Der IG Metall-Bezirk Mitte hat gestern angekündigt, auch in Rheinland-Pfalz das Thema Rente "angehen" zu wollen. In der betreffenden Pressemitteilung nennt die Gewerkschaft Zahlen zur zukünftigen Rentenentwicklung, die der Verband der Pfälzischen Metall- und Elektroindustrie (PfalzMetall) als Polemik und Angstmacherei zurückweist.

PfalzMetall-Präsident Johannes Heger. Bild: privat

PfalzMetall-Präsident Johannes Heger. Bild: privat

"Herr Köhlinger berechnet die Standardrente ,zu heutigen Werten', wie er sich zitieren lässt. Das ist grober Unfug und bewusst methodisch falsch, um die Menschen zu verunsichern", kritisiert Johannes Heger. Der PfalzMetall-Präsident weist darauf hin, dass ungeachtet des sinkenden Rentenniveaus die absolute Höhe der Renten natürlich steigen werde. "Die Rentner werden auch zukünftig an der Lohnentwicklung partizipieren. So rechnet die Bundesregierung mit jährlichen Rentensteigerungen von durchschnittlich zwei Prozent", so Heger. Weiterhin verschweige die IG Metall, dass die gesetzlich vorgesehenen 43 Prozent nur eine Untergrenze markierten. Experten gingen indes davon aus, dass diese Grenze erst einige Jahre später erreicht werde.

Der PfalzMetall-Präsident fordert die Gewerkschaft auf, die Menschen nicht länger zu verunsichern. "Das Absinken des Rentenniveaus ist Teil eines Kompromisses, der die Renten demografiefest gemacht hat. Damit hat die Politik auf die Entwicklung reagiert, dass zukünftig weniger Arbeitnehmer auf einen Rentner kommen als heute.

Und dieser Kompromiss ist alles andere als einseitig. Auch die Arbeitnehmer leisten mit steigenden Rentenbeiträgen ihren Teil zur Bewältigung der demografischen Herausforderung", sagt Heger. Was nicht gehe: Diesen Kompromiss einseitig aufzukündigen zu Lasten der Beitragszahler. "Wenn die Politik den Gewerkschaftsforderungen nachgeben würde, wären die Jungen die Leidtragenden", sagt der PfalzMetall-Präsident.