08.01.2018

PfalzMetall zu Warnstreiks „Tarifauseinandersetzungen führt man am Verhandlungstisch“

PfalzMetall-Präsident Johannes Heger

PfalzMetall-Präsident Johannes Heger

PfalzMetall kritisiert die von der IG Metall ausgerufenen Warnstreiks. „Bis heute hat die Gewerkschaft nicht auf unsere Forderungen reagiert. Zudem ist ihre Auseinandersetzung über unser Angebot über ein reflexhaftes ,Provokation!‘ nicht hinausgekommen“, sagt Johannes Heger. Der PfalzMetall-Präsident erinnert daran, dass die Arbeitgeber schon in der zweiten Verhandlungsrunde eine Tabellenerhöhung in Höhe von zwei Prozent ab 1. April 2018 für weitere zwölf Monate sowie eine Einmalzahlung in Höhe von 200 Euro für die Monate Januar bis März 2018 angeboten haben. „Für das Kalenderjahr 2018 bedeutet das mit insgesamt 2,35 Prozent mehr Entgelt erneut ein Reallohnplus“, erklärt Heger.

Problematisch sei zudem, dass die Forderung der IG Metall nach einem Teilentgeltausgleich bei Reduktion der Arbeitszeit unfair, diskriminierend und damit rechtswidrig sei. „Die Umsetzung der Gewerkschaftsforderung hätte eine eklatante Ungleichbehandlung bei der Bezahlung zur Folge. Gesunder Menschenverstand reicht um zu erkennen, dass dies diskriminierend ist. Aber auch ein Rechtsgutachten hat dies bestätig“, sagt Heger, der gleichzeitig darauf hinweist, dass man derzeit nicht plane, gerichtlich gegen die rechtswidrige Forderung vorzugehen.

„Tarifauseinandersetzungen führt man weder am Werkstor, noch vor Gericht, sondern am Verhandlungstisch beim Austausch und Streit über die besseren Argumente. Wir beherzigen das, die IG Metall sollte das auch tun. Daher Schluss mit den Warnstreiks!“, so der PfalzMetall-Präsident.

Die dritte Runde der Tarifverhandlungen für das Tarifgebiet M+E-Mitte findet am 18. Januar in Saarbrücken statt.