07.06.2018

Rentenmoratorium gefordert: „Keine Schnellschüsse in der Rente, sondern Ergebnisse der Kommission abwarten“

Am 6. Juni hat die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission ihre Arbeit aufgenommen. PfalzMetall warnt davor, jetzt Tatsachen in der Rentenpolitik zu schaffen und der Kommission so Spielräume zu nehmen. "Wir brauchen keine Schnellschüsse in der Rente. Die Bundesregierung sollte vielmehr die Ergebnisse der eigenen Kommission in Ruhe abwarten", fordert PfalzMetall-Präsident Johannes Heger.

PfalzMetall-Präsident Johannes Heger. Bild: PfalzMetall

PfalzMetall-Präsident Johannes Heger. Bild: PfalzMetall

Hintergrund sind Ankündigungen des Bundesarbeitsministers, noch vor der Sommerpause ein Rentenpaket mit Haltelinien bei Rentenniveau und Beitragssatz sowie großzügigere Leistungen bei der Mütterrente und der Erwerbsminderungsrente vorzulegen. "Diese Maßnahmen sind teuer und belasten einseitig die Beitragszahler. Dieser Schnellschuss ist daher ein Affront gegenüber der Rentenkommission, die die Aufgabe hat, im Jahr 2020 Pläne für ein langfristig tragfähiges Rentensystem vorzulegen", so Heger.

Der PfalzMetall-Präsident gehört daher zu den Unterzeichnern eines von den M+E-Arbeitgeberverbänden, der BDA und der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) initiierten Aufrufs für ein Renten-Moratorium.