10.01.2018

Tarifliche Arbeitszeiten in der deutschen Metall- und Elektro-Industrie auf internationalem Rekordtief

Die tariflichen Wochenarbeitszeiten im Vergleich

Die tariflichen Arbeitszeiten in der Metall- und Elektro-Industrie (M+E-Industrie) in Deutschland liegen schon heute auf einem internationalen Rekordtief. Mit durchschnittlich 35,4 Wochenstunden arbeiten die Beschäftigten kürzer als ihre Kollegen in allen wichtigen europäischen Wettbewerbern wie Frankreich (35,8 Wochenstunden), dem Vereinigten Königreich (37,0) oder Spanien (38,4).

Dr. Michael Stahl, Chefvolkswirt von Gesamtmetall: „Der internationale Vergleich zeigt, dass die deutschen M+E-Unternehmen schon heute mit den weltweit kürzesten tariflichen Arbeitszeiten auskommen müssen. Eine weitere Arbeitszeitverkürzung, noch dazu mit Lohnausgleich, wie derzeit von der IG Metall in der Tarifrunde gefordert, würde diese schon kritische Position im internationalen Vergleich weiter verschlechtern. Wir brauchen nicht weniger Arbeit, sondern flexible Arbeitszeitmodelle und mehr Arbeitszeitvolumen, um die Bedarfe der Unternehmen und der Beschäftigten in Einklang zu bringen.“

Deutschland ist mit mehr als 1.100 Milliarden Euro Umsatz der weltweit drittgrößte M+E-Produzent hinter China und den USA.