24.10.2017

Zur Forderungsempfehlung des IG Metall-Bezirks Mitte: "Wachstum und Beschäftigung in Gefahr"

Die Tarifkommissionen des Bezirks Mitte der IG Metall haben heute ihre Empfehlungen für die kommende Tarifrunde beschlossen, über die der IG Metall-Vorstand am Donnerstag abschließend befinden wird.

PfalzMetall-Hauptgeschäftsführer Werner Simon. Bild: PfalzMetall / Strussione

PfalzMetall-Hauptgeschäftsführer Werner Simon. Bild: PfalzMetall / Strussione

"Ein Lohnplus von sechs Prozent sowie ein Teilzeitanspruch mit partiellem Entgeltausgleich und Rückkehrrecht zur Vollzeit bedeuten einen Frontalangriff auf unsere Unternehmen", kommentiert Werner Simon. Der Hauptgeschäftsführer von PfalzMetall führt an, dass bereits die Diskussion der Forderungen zu großer Unruhe unter den Mitgliedern geführt habe. "Unsere Unternehmen suchen heute schon händeringend nach Fachkräften. Ihnen ist unbegreiflich, wie die Gewerkschaft angesichts dieser Situation auf die Idee kommen kann, das Arbeitszeitvolumen weiter zu reduzieren." Simon erwartet daher sehr schwierige Gespräche über die Arbeitszeitforderung.

Aber auch die Entgeltforderung von sechs Prozent sei fern der Realität. "Die Tarifbeschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie haben seit 2012 ein Lohnplus von fast 20 Prozent erhalten. Im gleichen Zeitraum ist die Produktivität indes nur um ein Prozent gestiegen. Diese Schere darf nicht weiter aufgehen. Sonst gefährden wir Wachstum und Beschäftigung am Standort", warnt der PfalzMetall-Hauptgeschäftsführer abschließend.