01/27/2020

„Besondere Situationen erfordern besondere Reaktion", so PfalzMetall-Präsident Johannes Heger zum Vorschlag der IG Metall. Die Metall- und Elektroindustrie sei in einer besonderen Situation. Nach einem langanhaltenden Aufschwung stecke sie seit Anfang 2019 in der Rezession fest. Gleichzeitig werde die Branche von einem massiven Strukturwandel herausgefordert. Stichworte seien Digitalisierung und Dekarbonisierung. „Der IG Metall-Chef hat daher Recht, wenn er von alten Ritualen Abstand nehmen und noch in der Friedenspflicht, also ohne Streiks, zu Ergebnissen kommen will".

„Gemeinsam teilen wir die Sorge um die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen und um ihre hoch qualifizierten Mitarbeiter. Gleichzeitig weisen wir den Vorwurf der Gewerkschaft zurück, dass ein großer Teil unserer Industrie den Wandel verschlafe", mahnt Heger. Gerade der Blick auf die rheinland-pfälzische Kraftfahrzeugindustrie zeige, dass dies nicht stimmt. „Sowohl in der Digitalisierung als auch Dekarbonisierung haben sich unsere Unternehmen längst auf den Weg gemacht".

Dieses unterschiedliche Bild werde aber nicht davon abhalten, gemeinsam mit der IG Metall tarifliche Instrumente zu entwickeln, die die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen sichern und die die Unternehmen im Wandel unterstützen. „Denn genau darum geht es. Vor diesem Hintergrund werden wir den heutigen Vorschlag der IG Metall prüfen und in unseren Gremien beraten“, so der PfalzMetall-Präsident abschließend.

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